Gartengestaltung

Gartengestaltung – Infos und Tipps

Ein gut gepflegter Garten ist nicht nur schön anzusehen, sondern bietet seinen Besitzern auch einen Hort der Ruhe und Erholung. Richtig umgesetzt, können Gärten und Grünflächen heutzutage außerdem in hohem Maße zum Erhalt von heimischen Wildpflanzen beitragen und wichtige Zufluchtsorte für gefährdete Tierarten schaffen, die im heimischen Dickicht einen geschützten Rückzugsort finden. Ein Aspekt, der auch in der Landschaftspflege immer mehr Priorität erlangt. Am Anfang eines erfolgreichen Pflanzkonzepts steht jedoch die Planung, wobei es gerade hier im Vorfeld einiges zu beachten gilt.

Garten anlegen – worauf ist zu achten?

Experten in der Garten- und Landschaftspflege wissen: Jeder Garten ist ein Kunstwerk für sich. Bevor man nämlich eine Grünfläche ausgestalten kann, muss man sich zunächst über einige Individualfaktoren Gedanken machen. Immerhin wachsen Pflanzen nicht an jedem Standort gleich gut. Auch bedürfen manche Gewächse deutlich mehr Platz und Pflege als andere. Angehende Gärtner sollten sich deshalb vorab überlegen, was sich mit Blick auf räumliche und zeitliche Kapazitäten realisieren lässt und was nicht. Dabei kann die Betrachtung folgender Kritikpunkte hilfreich sein:

  • Gartengröße: Großpflanzen wie Bäume oder Sträucher haben mitunter eine beachtliche Wuchshöhe und auch ihr Wurzelwerk kann äußerst ausladend sein. Sie brauchen im Garten also dementsprechend Platz. In kleinen Görten ist es darum schwer, mehr als ein bis zwei Bäume bzw. Großsträucher unterzubringen. Auch das Einbinden von Gartenelementen wie Teichen stößt bei Gärten mit kleiner Fläche schnell an seine Grenzen. Weitläufige Gartenanlagen erlauben dagegen auch ausgefallenere Arrangements und Pflanzenszenerien.
  • Lage des Gartens: Ob ein Garten auf der Süd-, Ost-, Nord- oder Westseite eines Grundstücks liegt, entscheidet letztendlich über die finale Pflanzenauswahl. In einem Garten mit Lage auf der Südseite fühlen sich beispielsweise Steingartenpflanzen wohl, die viel Licht und Wärme benötigen. Gärten mit Lage auf der Nordseite wiederum erfordern eine schattenverträgliche Bepflanzung, wie sie etwa für Waldgärten typisch ist.
  • Gartenboden: Neben den Lichtverhältnissen am Standort hat jede Pflanze auch ganz spezielle Vorlieben, was das Standortsubstrat anbelangt. Manche mögen einen gut durchlässigen, eher trockenen Kies- oder Sandboden. Andere Gewächse bevorzugen lehmige Böden, die eine gewisse Grundfeuchte besitzen. Ebenso spielen der individuelle Nährstoffbedarf der Pflanzen sowie der pH-Wert des Bodens eine wichtige Rolle. Letzterer kann von sauer bis alkalisch reichen und weist dazwischen zahlreiche Nuancen auf, die je nach Pflanzenart stark variieren.
  • Bodenhindernisse: Bevor Sie einen Garten anlegen, muss natürlich auch abgeklärt werden, ob beim Umgraben des Bodens etwaige Hindernisse die Arbeit erschweren könnten. Beispielsweise sollten unterirdisch verlaufende Rohre nicht durch das Ausheben der Erde beschädigt werden. Des Weiteren sind aggressive Rankenpflanzen und Wurzeln oftmals eine Gefahr für Hauswände und Wegpflasterungen, weshalb hier ein gebührender Pflanzabstand einzuhalten ist. 
  • Pflegeaufwand: Sei es nun die Düngung und Bewässerung von Pflanzen oder der Pflanzenschnitt – irgendetwas gibt es im Garten immer zu tun. Die Frage ist nur, ob ein Gartenbesitzer auch die nötige Zeit dafür hat. Aus diesem Grund ist es ratsam, den Pflegeaufwand für den eigenen Garten gründlich abzuwägen, bevor man eifrig drauf los pflanzt. Es wäre schade, wenn Pflanzenleben im heimischen Grün nur von kurzer Dauer ist, weil man sich nicht angemessen darum kümmern kann. Eine Alternative bieten hier helfende Hände aus der Garten- und Landschaftspflege. Sie können Gartenbesitzern mit der nötigen Erfahrung, Rat und Tat zur Seite stehen.

Von Höhen und Tiefen – Das Gartenbeet

Es gibt bisweilen über ein Dutzend verschiedene Gartenarten, von denen einige eher auf kultivierte Formschnitte setzen, andere auf natürliche Entfaltung der Pflanzen. Essenziell für jedes Gartenkonzept sind dabei die Gartenbeete. Sie geben dem Garten die nötige Struktur und helfen bei der Einteilung des Areals, etwa um Kräuter- und Gemüsegärten von dekorativen Blüten pflanzen abzugrenzen. Gleichzeitig lässt sich mit der richtigen Wahl des Gartenbeets auch landschaftlich gestalten. Denkbar sind zum Beispiel kleine Hügelformationen, Labyrinthe oder Sicht- und Windschutzbeete. Einige der wichtigsten Beetvarianten sind diesbezüglich:

  • Rabatten: Das Standardbeet in klassischen Gartenkonzepten ist die Rabatte. Darunter versteht man ein rechteckiges Beet, das der klaren Abgrenzung von Wegen und Rasenflächen zum Beetbereich dient. Zu unterscheiden sind Staudenrabatten und Gehölzrabatten. Bei Stauden- bzw. Blumenrabatten besteht die Bepflanzung maßgeblich aus Zierstauden und Blumen. In Gehölzrabatten pflanzt man dagegen meist Ziersträucher und verholzende Kletterpflanzen.
  • Streifenbeet: Das Streifenbeet ist der Rabatte ganz ähnlich, jedoch deutlich länger und damit ideal für die Grundstücksgrenze geeignet. Häufig sind in Streifenbeeten daher Sichtschutzhecken zu finden. Allerdings lässt sich diese Beetform auch für andere Zwecke nutzen, etwa um längliche Kiesflächen für Steingartenkonzepte anzulegen oder räumliche Aufteilungen im Garten vorzunehmen. In solchen Fällen lassen sich Streifenbeete auch mit Stauden und Bodendeckern bestücken.
  • Hochbeet: In Gemüsegärten sehr beliebt ist seit einigen Jahren das Hochbeet. Zu diesem Zweck wird mit Holzlatten oder Steinen ein künstlicher Beetkasten eingerichtet, der anschließend mit Erde befüllt wird. Hochbeete sind auch ideal für Dachterrassen und kleine Gärten geeignet, da sie auf kleinem Raum eine große und erhöhte Beetfläche schaffen.
  • Inselbeet: Inselbeete liegen häufig inmitten einer Rasenfläche lokalisiert und dienen der optischen Hervorhebung einzelner Gewächse. Vor allem formschöne Bäume und Ziersträucher finden sich oft in dieser Beetart wieder. Ein besonderer Tipp sind Inselbeete zudem für aufwändig geschnittene Bonsais und Heckenfiguren.
  • Kräuterspirale: Im Kräutergarten ergibt sich aus den unterschiedlichen Licht- und Wasseransprüchen von Kräuterpflanzen oft ein großes Problem bei der Standortwahl. Die Kräuterspirale ist diesbezüglich eine wunderbare Möglichkeit, um allen Kräutern gerecht zu werden. Wie der Name schon sagt, windet sie sich spiralförmig nach oben und kreiert so einen Beetkegel, der am höchsten Punkt trockene und lichtreiche Standorte für mediterrane Kräuter wie Lavendel oder Thymian zur Verfügung stellt. Im mittleren und unteren Bereich der Kräuterspirale finden dagegen feuchtigkeitsliebende und schattenverträgliche Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie ihren Platz.

Sofern die Beetaufteilung nicht wie bei der Kräuterspirale durch verschiedene Lichtzonen gekennzeichnet ist, erfolgt die Bepflanzung in Gartenbeeten von groß nach klein. Das heißt, im Hintergrund werden großwüchsige Stauden und Sträucher angesiedelt, während im Vordergrund Zwergstauden, Zwergsträucher und Bodendecker gepflanzt werden. Auf diese Weise bekommen alle Pflanzen genügend Licht und empfindliche kleine Gewächse werden durch ihre größeren Artgenossen vor Wind und Wetter geschützt.

Vom Pflanzen und Pflegen – die wichtigsten Gartenarbeiten

Während zahlreiche Blumen und Stauden im milden Frühling oder Frühsommer gepflanzt werden, gilt es bei Gehölzen oftmals, einen Pflanztermin im Herbst zu finden. Natürlich sollte auch bei Herbstpflanzungen darauf geachtet werden, dass in den ersten Standwochen noch kein Bodenfrost droht. Insgesamt ist es sinnvoll, die Pflanzenwahl so zu treffen, dass ganzjährig etwas blüht. Ansonsten könnte der Garten im Herbst und Winter schnell sehr karg und leblos wirken. Empfehlenswert ist daher ein ausgewogener Mix aus immergrünen und sommergrünen Pflanzen.

Was die Pflege von Gartenpflanzen angeht, fallen die Ansprüche abermals recht unterschiedlich aus. Manche Gewächse sind sehr genügsam und benötigen allenfalls etwas Dünger während der Blütezeit. Vor allem Gehölze erfordern jedoch auch häufig zusätzliche Form- und Erhaltungsschnitte. Das gilt insbesondere für Blütensträucher und Obstgehölze, von denen viele nur dann langjährig eine gute Ernte versprechen, wenn blühfreudige Triebe in ihrem Wuchs durch gezielte Jahresschnitte gefördert werden. 

Zusätzlich zur Düngung, Bewässerung und dem Pflanzenschnitt kommen im Garten ggf. noch einige weitere Pflegemaßnahmen hinzu, wie zum Beispiel das Unkrautjäten, Kompostieren oder die Ernte von fruchttragenden Nutzpflanzen. All diese Schritte sollten zur besseren Koordination in die Vorüberlegungen zur Gartengestaltung mit einfließen. Werden Planung und Pflegemaßnamen aber sorgfältig ausgeführt, versprechen Gartenpflanzen ihren Besitzern viel Freude und machen aus einem leblosen Gartenareal eine traumhafte Wohlfühloase, in der man sich nicht nur für die Gartenarbeit gerne niederlässt.