Google-Ads

Google Adwords 2.0 – Infos zum neuen Google Ads

Wer sich viel mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) beschäftigt, der kommt an Google Adwords nicht vorbei. Stammnutzern wird diesbezüglich auch aufgefallen sein, dass sich das Programm in der letzten Zeit signifikant verändert hat. Aus dem ehemaligen Google Adwords ist Google Ads geworden und das einst kostenlose Tool zur Keyword Planung ist nun Teil eines kostenpflichtigen Programms zur Erstellung von Werbekampagnen für Webseiten. Kennt man sich aber etwas mit den Feinheiten von Google Ads aus, kann man den Keyword Planner nach wie vor gratis nutzen. Im Nachstehenden Beitrag haben wir deshalb ein paar nützliche Informationen im Umgang mit der neuen Adword Benutzeroberfläche für Google Ads für Sie zusammengestellt.

Was ist Google Ads?

Bis vor Kurzem war Google Adwords noch eines der wichtigsten SEO Tools zur Keywordoptimierung von Webinhalten. Als Keywords werden Suchbegriffe bezeichnet, die für das gewählte Thema eines Webinhalts von besonderer Bedeutung sind, weil sie es näher umschreiben und Suchmaschinen somit bei der Zuordnung des Inhaltes helfen. Für Suchmaschinenergebnisse bedeuten Keywords darüber hinaus ein besseres Ranking. Ein Keyword, das von Internetnutzern sehr häufig in der Suche angegeben wird, besitzt ein stärkeres Suchvolumen und kann Webcontent, das entsprechende Suchbegriffe verwendet, zu einem Platz weiter oben in den Suchergebnissen verhelfen. 

  • Sichtbarkeit
  • Bekanntheitsgrad
  • Reputation
  • Besucherzahlen
  • und Einnahmen

einer Webseite werden also entschieden von der Nutzung geeigneter Keywords mitbeeinflusst. Sowohl Webseitenbesitzer, als auch Web-Autoren und Redakteure nutzten den Keyword Planner von Adwords in der Vergangenheit deshalb regelmäßig zur Keyword-Recherche für ihren Webcontent. Neben einer Übersicht zu themenrelevanten Suchbegriffen lieferte das Programm dabei auch Informationen zur Suchhäufigkeit der jeweiligen Begriffe sowie hilfreiche Eckdaten und Statistiken einer Ziel-URL. Ebenso konnten Nutzer über Google Adwords schon damals Werbekampagnen für ihr Online-Projekt schalten, dies jedoch optional und nicht als zwingende Voraussetzung für die Verfügbarkeit des Keyword Planners.

Leider hat Google die kostenfreie Adword Nutzung inzwischen eingestellt. Stattdessen ist dieses Tool nun Bestandteil eines eigenständigen Programms zur Erstellung von Werbekampagnen für Webseiten, das gezielt auf zahlungsfähige Kunden ausgelegt ist. Das unter dem Namen Google Ads verfügbare Programm erlaubt Nutzern die professionelle Planung und Schaltung von Werbekampagnen für ihre Onlinepräsenz, die später über alle Werbekanäle von Google (z.B. Google Suche, Youtube-Werbung oder Google-Werbebanner auf externen Webseiten) ausgeliefert werden. Zusätzlich ist der Keyword Planner weiterhin ein ergänzendes Tool zur Optimierung von Inhalten der zu bewerbenden Webseite. Kurzum, Google Ads hat aus Google Adwords ein kostenpflichtiges Marketingtool zur professionellen Vermarktung von Internetseiten gemacht. Wie bei jeder anderen Werbeagentur müssen Kunden für derartige Vermarktungsstrategien aber zunächst Geld investieren. Immerhin kann durch ein solch namhaftes Unternehmen wie Google geschaltete Online-Werbung den Wert und Bekanntheitsgrad einer Seite deutlich steigern und damit auch deren Traffic und Einnahmen massiv erhöhen.

Nun gibt es allerdings zahlreiche Autoren und Redakteure, die Adwords ursprünglich nicht zur Vermarktung ihrer eigenen Webseite, sondern für ihre Arbeit im Bereich der Texterstellung nutzten. Suchmaschinenoptimierung ist heutzutage nämlich eine Dienstleistung, die für Online-Texter und Content-Produzenten zum Standardservice ihrer Profession gehört. Dementsprechend wird von den meisten Kunden erwartet, dass sie ergänzend zur Erstellung von Webinhalten und gegen einen entsprechenden Aufpreis auch grundlegendes SEO betreiben. Mit dem neuen Bezahlungsmodell für Google Ads wird die Arbeit der schreibenden Zunft im Internet also um einiges komplizierter, zumindest dann, wenn man sich kostspielige Kampagnen nicht leisten kann.

Keyword Planner weiterhin kostenlos nutzen – so funktioniert’s

Trotz der Änderungen, die sich durch das neue Bezahlmodell in der Nutzung von Adwords bzw. Google Ads ergeben, sollten Content-Produzenten nicht verzweifeln. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Dienst zur Keyword-Planung nach wie vor kostenlos in Anspruch zu nehmen. Sich grundlegend mit dem neuen Google Ads auseinander zu setzen bleibt einem dabei aber nicht erspart. Denn zumindest eine Anmeldung im Programm, ebenso wie die sporadische Erstellung einer ersten Kampagne sind notwendig, um die Hauptfunktionen des Tools abzurufen. Aus diesem Grund hier ein kleiner Einführungsguide:

  • 1. Schritt – Anmeldung in Google Ads: Wer bereits einen Google Account besitzt, für den funktioniert die Anmeldung in Google Ads relativ einfach. Rufen Sie hierzu einfach die Startseite ads.google.com auf und loggen Sie sich mit ihrem G+ Profil ein. Neue Anwender müssen sich dagegen vorab erst bei Google registrieren. Nutzen Sie hierfür den Anmeldebutton oben rechts auf der Startseite und folgen Sie den Anmeldeschritten.
  • 2. Schritt- Erstellung einer Kampagne: Es gibt bislang keine Möglichkeit, ins Hauptmenü von Google Ads zu gelangen, ohne zuvor eine Kampagne zu erstellen. Folgen Sie nach der Anmeldung deshalb zunächst den Anweisungen zur Kampagnenerstellung. Sie kann später deaktiviert werden, sodass trotz Angabe von Zahlungsinformationen keine Kosten entstehen: 
  • Geben Sie im ersten Fenster zunächst ihre E-Mail-Adresse sowie die Adresse ihrer (fiktiven) Webseite an und klicken Sie anschließend auf „Weiter“.
  • Im zweiten Fenster können Sie die das Budget für ihre Kampagne, Keywords zur Webseitenbeschreibung sowie weitere grundlegende Informationen zu Ihrer Webseite einstellen. Wählen Sie für das Budget den niedrigsten Wert aus. Bei den Keywords können sie bei Bedarf schon eine erste Vorab-Recherche zu interessanten Suchbegriffen durchführen.
  • Im letzten Fenster der Kampagnenerstellung werden Sie dazu aufgefordert, Ihre Zahlungsdaten anzugeben. Führen Sie auch diesen Schritt ganz normal aus. Danach gelangen Sie ins Hauptmenü, wo sie die erstellte Kampagne pausieren und somit anfallende Kosten verhindern können. 
  • 3. Schritt – Nutzung des Keyword Planners: Wählen Sie in der Kampagnenübersicht die erstellte Kampagne aus. Sie sollten nun eine Übersicht ihrer Kampagnendaten sehen, in der sie die Kampagne pausieren können, um den Keyword-Planner separat zu benutzen. In manchen Fällen muss die Kampagne mindestens einen Klick generiert haben, bevor das Keyword Tool im Menü angezeigt wird. Vereinzelt wird auch von einer erforderlichen Kampagnenaktivität von 7 Tagen berichtet. Es könnte also notwendig sein, die Kampagne zunächst anlaufen zu lassen, ehe Google Adwords zur Verfügung steht.  

Tipps zur Suchmaschinenoptimierung mit Adwords

Mit dem Keyword Planner lässt sich am besten arbeiten, wenn man als Schlagwort einen Begriff eingibt, der den Kerninhalt des zu optimierenden Contents so gut wie möglich beschreibt. Als Keywords ausgewählt werden sollten dann Begriffe mit hohem Suchvolumen, das im Keyword Planner hinter jedem ermittelten Suchbegriff in Klammern angegeben ist. 

Ob sich am Anzeigelayout von Google Adwords künftig weitere Änderungen ergeben, ist noch nicht bekannt. Auch inwiefern das Tool zur Keyword Planung in Zukunft noch ohne Vorauszahlung eines Mindestbetrags möglich ist, kann nicht genau gesagt werden. Langfristig lässt sich allen Web-Editoren aber nahelegen, zumindest ein kleineres Kampagnenprojekt auf Google Ads zu schalten, das die dauerhafte Nutzung des Keyword Planners garantiert. Im günstigsten Fall generiert die Werbekampagne einen angemessenen Gewinn, über den sich die Budgetkosten decken lassen oder gar eine konstante Einnahmequelle zum Nebenverdienst entwickelt. In jedem Fall garantiert das neue Google Ads 

  • Anpassungsmöglichkeiten zum Design der persönlichen Werbeanzeige
  • bessere Vermarktungsmöglichkeiten für Webseiten und Unternehmen
  • ausführliche Statistiken zu Besucherzahlen und Reichweite einer Seite
  • Details zum Nutzerverhalten von Webseitenbesuchern durch Google Analytics
  • Standortoptionen zur Ausweitung des eigenen Onlineangebots
  • individuelle Budgetanpassung für Werbekampagnen

Es kann sich also durchaus lohnen, Google Ads nicht nur für die Keyword-Recherche, sondern auch zur aktiven Bewerbung einer Internetseite zu nutzen.